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Entstehung


Erfindung aus Großbritannien

Ein CFD ist ein reiner Kursdifferenzvertrag bzw. eine "Kursdifferenzwette". Wie entstanden diese Verträge auf eine Kursdifferenz, bei denen sich der Gewinn oder Verlust  usschließlich aus der Entwicklung des Basiswertes (engl. "underlying") ergibt?

Wer hat sie entwickelt? Und warum?

Differenzkontrakte sind eine britische Erfindung: In Großbritnnien hat es noch eine Stempelsteuer, die sich negativ auf den Ertrag bei Wertpapiergeschäften oder anderen Finanzgeschäften auswirkt.

In der Schweiz z. B. auch. In Deutschland schon lange nicht mehr. (Im Deutschen Reich hatte es an Stempelsteuern die Wechselstempelsteuer, den Spielkartenstempelsteuer sowie die Börsensteuer; in Deutschland wurde noch bis 1991 eine sog. Wechselsteuer erhoben, welche den Charakter einer Stempelsteuer besaß.)

Was aber hat nun die Stempelsteuer in England mit der Erfindung der CFDs (Differenzkontrakte) zu tun?

 

Die Stempelsteuer in Großbritannien bedeutet, daß, derjenige, der in England eine Aktie kauft, eine Steuer zahlen muß, die sog. Stempelsteuer.

Weil somit die Stempelsteuer in Großbritannien insbesondere das aktive Handeln mit Aktien äußerst unattraktiv macht, insofern es ja in nicht unerheblichem Maße die Gewinne schmälert, kamen die Engländer die Idee und erfanden den Differenzkontrakt, zu engl. "contract of differences".

Den englischen Fiskus mit CFDs umgangen

Der Aktienhändler kaufte von nun an Aktien via DK (Differenzkontrakt), engl. CFD ("contract for difference"); er hält sie damit nicht selbst in seinem Depot sondern er beläßt diese im Namen und Depot der Bank, welche die Aktien in eigenem Namen in ihrer Eigenschaft als Börsenmitglied für ihn als Marktteilnehmer erworben hat und hält.

So sparte man die Stempelsteuer an den britischen Fiskus und insbesondere der aktive Handel mit Aktien wurde wieder attraktiver.

Fazit

Daher sind DKs ursprünglich gar nicht für die Spekulation gedacht gewesen, sondern nur für die Umgeheng einer Stempelsteuer. Die Aktien wurden nicht ins Depot eingebucht, ergo wurde keine britische Stempelsteuer fällig. Ein reines Konstrukt, um die mißliebige Steuer, die gerade bei Großinvestoren und aktiven Händlern, die den Aktienhandel gewerblich betreiben, eine ganze Stange Geld ausmachte.

Zum Abschluß dieser Verträge wurden unter den einzelnen Vertragspartner nur bloße Sicherheitsleistungen hinterlegt (engl. "margin"). Diese Hinterlegungssummen sorgten dafür, daß mit nur wenig Geldeinsatz viel bewegt werden konnte, wobei die urspünglichen Marktteilnehmer das gar nicht beabsichtigten bzw. ausnutzten, denn sie hatten ja die Aktien wirklich kaufen und verkaufen wollen, besaßen also das Geld für die Aktien und wollten nur die mißliebige Stempelsteuer nicht zahlen.

Erst später muß jemand drauf gekommen sein, daß diese Differenkontrakte eigentlich eine hochinteressante Sache für Spekulanten sind und die ersten Spekulanten werden die institutionellen bzw. gewerblichen Händler gewesen sein. Später erst ist man darauf gekommen, daß man das eigentlich auch Dritten anbieten kann. Zum Schluß wurde es auch bitischen Privatkunden angeboten.

Über Hamburg, das traditionell einen engen Draht zu London hat, was jeder Börsenhändler und insbesondere Terminhändler weiß, der Beziehungen zu Hamburg unterhält, schwappten die CFDs Ende der 90er-Jahre dann auch in den deutschsprachigen Raum.

In der Schweiz sind CFD-Broker lange Zeit gar nicht vertreten gewesen, inzwischen gibt es einige Anbieter, wobei auch hier die Fäden nach London gehen. In Deutschland hingegen haben sich auch eine begrenzte Anzahl eigenständiger Händler entwickelt.

Mehr Infos zur Entstehungsgeschichte von DKs hat es auch unter Differenzkontrakte.ch.

 

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11.10.2017, 22:35
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